Fragen und Antworten.
Ab wann kann man mit einem Kleinkind zum Augenarzt gehen?
Eine augenärztliche Untersuchung ist in jedem Lebensalter möglich.
Reicht es, zu den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen zu gehen?
In vielen Fällen, z. B. bei Auffälligkeiten und Augenerkrankungen in der Familie, ist eine frühere augenärztliche Untersuchung notwendig!
Wie lange ist das so genannte „Babyschielen“ normal?
Ein ständiges Schielen ist nie normal, ein zeitweiliges „Entgleisen“ der Augen ist in den ersten Lebenswochen bzw. -monaten häufig. Ab dem 4. Lebensmonat sollte in diesem Fall aber ein Augenarzt aufgesucht werden.
Ab wann sollte mich mein Kind ansehen?
Ab der 4. bis 6. Lebenswoche sollte ein Säugling Blickkontakt aufnehmen!
Mein Kind zeichnet und schreibt mit der Nase!
Dies kann auf einen Augenfehler hinweisen! Bei sehbehinderten Kindern ist eine Annäherung an die zu betrachtenden Dinge (Spielsachen, Bücher, Bilder ...) häufig, da sich diese Kinder so das Bild oder die Spielsachen vergrößern. In diesen Fällen ist vom Augenarzt abzuklären, ob eine Sehbehinderung vorliegt.
Mein Kind hat ein Augenzittern und hält den Kopf schief!
Bei Kindern mit Nystagmus (Augenzittern) kann es zu einer Kopfzwangshaltung kommen, da das Augenzittern bei einer speziellen Kopfhaltung (individuell bei jedem Kind verschieden) aufhört und das Kind dadurch besser sehen kann. Man soll den Kindern die Kopfzwangshaltung nicht verbieten.
Bei extremen Kopfzwangshaltungen kann eine Operation helfen.
Mein Kind muss zwei Stunden täglich ein Auge abdecken. Ist das genug?
Die Dauer der Okkulsion (Abdeckung) ist von mehreren Faktoren abhängig, wie z. B. von der Ursache der Schwachsichtigkeit, dem Alter des Kindes, dem Sehvermögen des „schlechten Auges“, dem Allgemeinzustand des Kindes usw.
Unter Einbeziehung dieser Faktoren wird vom Augenarzt bzw. Orthoptisten eine individuelle Okkulsionsdauer festgelegt, die sich aber je nach Verlauf der Therapie verändern kann.

Zielgruppe/Rahmenbedingungen:
Für wen?
Contrast bietet Frühförderung für sehgeschädigte Kinder und deren Familien.
Unsere Frühförderinnen betreuen Kinder mit Sehschädigung (blind/sehbehindert) sowie mit zusätzlichen Behinderungen im Auftrag der Landesregierungen von Wien, Niederösterreich und Burgenland.
Wenn bei einem Kind Sehbehinderung oder Blindheit vermutet oder festgestellt wird, können Eltern direkt mit uns in Kontakt treten.
Ab welchem Alter und wie lange?
Frühförderung für sehgeschädigte Kinder kann bereits von den ersten Lebenswochen an bis zum Schuleintritt des Kindes in Anspruch genommen werden.
Wo findet Frühförderung statt?
Frühförderung von Contrast findet entweder zu Hause, in der gewohnten Umgebung des Kindes oder in den Räumlichkeiten unseres Vereins statt.
Der Verein verfügt über speziell ausgestattete Räume: einen Dunkel-Licht-Raum, einen Musikwasserbettraum, einen Kreativarbeitsraum sowie einen Raum, der mit einem Arbeitsplatz für sehgeschädigte Kinder ausgestattet ist (Hard- und Software, Lesegeräte, Tafelkamera, Speziallampen etc.).
Wie oft findet Frühförderung statt?
Das Betreuungsintervall wird in Absprache mit unserem Team von der Frühförderin je nach Bedarf festgelegt.
